Glossar

Amniozentese

Entnahme von Fruchtwasser mit einer Punktionsnadel, die unter Ultraschallkontrolle durch die Bauchdecken und die Gebärmutterwand in die Fruchthöhle eingeführt wird.
Die Standardamniozentese wird zwischen der 15. und 16. SSW durchgeführt. Aus kindlichen Hautzellen, die mit dem Fruchtwasser gewonnen werden, wird der Chromosomensatz bestimmt. Auf diese Weise lassen sich Chromosomenstörungen des Kindes (z.B. Trisomie 21 „Downsyndrom“) exakt nachweisen.
Das Resultat der Untersuchung der wichtigsten Chromosomen liegt bereits nach 24-Stunden vor (FISH-Schnelltest), das endgültige Untersuchungsresultat nach Zellkultivierung erst 2-3 Wochen später.
Nachteil der Methode ist die Fehlgeburtsrate von 0,5 – 1,0 Prozent als Folge der Amniozentese!

Chorionzottenbiopsie

Zwischen der 10. und 12. SSW können mittels Punktion durch die Bauchdecken und die Gebärmutterwand hindurch (eventuell auch durch die Scheidenwand hindurch) Zellen aus den Chorionzotten (Plazenta) des Embryos gewonnen werden.
Der Chromosomensatz der Chorionzotten-Zellen ist weitestgehend mit den Zellen des Embryos identisch.
Die Chromosomenuntersuchung aus diesen Zellen ist innerhalb von 24 Stunden möglich.
Zu einem sehr frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft lässt sich mit dieser Methode z.B. das „Downsyndrom“ (Trisomie 21) erkennen.
Die Fehlgeburtsrate nach Chorionzottenbiopsie wird zwischen 3,0 und 4,8% angegeben (nach Nicolaides 1999)!

D+ (D = engl. DAY)

Angabe der Anzahl der Tage nach dem Tag des Eisprungs bzw. der künstlichen Befruchtung.
Mit dieser Rechnung wird das tatsächliche Lebensalter des Embryos angegeben.

Entbindungstermin (ET)

Der Entbindungstermin wird nach der sog. Naegele-Regel errechnet.
Er ist 281 Tage nach dem 1. Tag der letzten Regelblutung oder (exakter) 267 Tage nach dem Tag des Eisprungs.

Info Kasse

Die Benachrichtigung der Krankenkasse über den exakt bestimmten Entbindungstermin erfolgt durch die Patientin ab diesem errechneten Datum. Die Bescheinigung hierfür stellt der behandelnde Arzt aus. Mit dieser Bescheinigung können die Regelungen des gesetzlichen Mutterschutzes in Kraft treten.

Letzte Periode

Eintrag des Datums des 1.Blutungstags der letzten Periode (z.B. 03.11.2004).
Als 1. Tag der letzten Periode gilt derjenige Tag, an dem die Blutung mit normaler Stärke gekommen ist ( „Vorschmierblutungen“ werden nicht mitgezählt).

Mutterschutz

Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung und endet im Normalfall acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten oder bei Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung.
Bei einer Frühgeburt sowie bei einer sonstigen vorzeitigen Entbindung verlängert sich nach der Geburt die Schutzfrist um den Zeitraum, der vor der Geburt nicht in Anspruch genommen werden konnte.

NT-Messung

Die sonographische Messung der Nackentransparenz (NT) des Embryos (Flüssigkeitsbildung unter der Nackenhaut, „Nackenödem“) zwischen der 13. und 14. SSW ermöglicht eine Risikoschätzung von schweren Chromosomenstörungen wie z.B. des Downsyndroms (Trisomie 21).
Aus dem Alter der Mutter, der Schwangerschaftswoche, der Länge des Embryos und dem Durchmesser des Nackenödems lässt sich mittels eines Computerprogramms das prozentuale individuelle Risiko errechnen.
Werden diese Daten zusätzlich noch mit Blutuntersuchungen des Schwangerschaftshormons ß-HCG und PAPP-A („Schwangerschafts-assoziiertes Plasmaprotein A“) kombiniert, läßt sich in eine Computerkalkulation nach Nicolaides das Risko einer Chromosomenstörung des Embryos zu 90% vorhersagen.

Ovulation

Eintrag des Datums des Eisprungs bzw. der Konzeption (sofern bekannt).
Bei künstlichen Befruchtungen wird das Datum der Eizellgewinnung für IVF oder ICSI oder das Datum der Insemination eingetragen.
Bei Behandlungen, in denen eingefrorene Eizellen/Embryozellen aufgetaut und übertragen wurden, wird das Datum des Auftauens (Kryo-Auftau) eingetragen.
In dem Feld Korrektur wird bei aufgetauten, befruchteten Eizellen, die in der Regel am 1. Tag nach der Befruchtung eingefroren worden sind, automatisch der Korrekturtag –1 berechnet (Sie werden auch meistens 1 Tag nach dem natürlichen Eisprung aufgetaut).
Sind Embryozellen zwischen dem 2. und 5. Tag nach Befruchtung eingefroren worden, muß der Korrekturtag entsprechend geändert werden.
Die Dauer der Schwangerschaft und damit der Entbindungstermin lässt sich, wenn der Tag des Eisprungs (oder der Eizellentnahme) bekannt ist, exakt berechnen ( Entbindungstermin ist 267 Tage später).

Schwangerschaftswoche (SSW) aktuell

Als aktuelle Schwangerschaftswoche (SSW) wird die Anzahl der vollendeten Wochen seit dem 1. Tag der letzten Periodenblutung gezählt zuzüglich der Tage der neuen Woche z.B. 7 Wochen + 4 Tage. Dies entspricht dann der 8.SSW oder 7+4 SSW).
Wird die SSW nach dem Datum des Eisprungs (oder der künstlichen Befruchtung) errechnet,werden zu diesem Datum 2 Wochen hinzugezählt (von egravidarium automatisch).

US-Screening

Das Ultraschallscreening in der 19.-22.SSW dient der Frühdiagnostik von kindlichen Fehlbildungen.
In spezialisierten Zentren für Pränataldiagnostik liegt die Erkennungsrate von Fehlbildungen bei über 85%!
Schwangerschaften, die als sogen. „Risikoschwangerschaften“ eingestuft werden, sollten diesem speziellen Ultraschall-Screening unterzogen werden.

Zyklus

Eintrag der durchschnittlichen Zykluslänge der letzten 3 Monate ( häufig ist ein Zyklus 28 Tage lang).
Die Berechnung der Schwangerschaftsdauer ist abhängig von der Zykluslänge, da sich aus der Zykluslänge der Zeitpunkt des Eisprungs und damit der Empfängnis ergibt.

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